Obento Display in Tokyo Station
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Wenn der große Hunger kommt.

Ekiben in Schnellzügen.
Schnellzug fahren in Japan ist im Vergleich zu Deutschland wirklich kein Schnäppchen. Nur selten gibt es günstige Angebote, wenn man weite Strecken zurücklegen muss. Das Super-Schäppchen-Shinkansen-Ticket zum (Frühbucher-) SparPreis gibt es einfach nicht. Außerdem kann man generell erst vier Wochen vor Abfahrt seine Fahrkarte reservieren bzw. kaufen.

Umso wichtiger ist es dann, dass man die Fahrt im Shinkansen gebührend zelebriert. Und dabei darf natürlich ein leckerer Proviant nicht fehlen. Deshalb gibt es in jedem Bahnhof, in dem ein Shinkansen hält, viele, viele verschiedene Lunchboxen (ekiben) zu kaufen, die je nach Region und Spezialität der Region variieren können. Ist die Region z.B. für ihre Krebse (kani) bekannt, gibt es natürlich kani-ekiben. Die Variationen sind unendlich.

Das Display der ekiben im Bahnhof Tokio hat mich deshalb auf Anhieb fasziniert! Ende des Monats geht es für uns mit dem Shinkansen nach Miyagi und ich frage mich schon jetzt, wie mein Bento auf der Rückfahrt von Sendai wohl aussehen wird. Natürlich kann man auch ekiben aus anderen Regionen in Tokio kaufen, aber richtig stillecht finde ich es, wenn man während der Fahrt eine Lunchbox mit regionalen Köstlichkeiten des Abfahrt-Bahnhofs verzerrt.

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Christmas in Japan.

Stromsparen war gestern.
Seit einigen Wochen blickt und glitzert es in Tokios Straßen. Auch wenn dies wenig ökologisch ist, ich finde es schön! Wenn auch von Zeit zu Zeit etwas kitschig … eine schöne Adventszeit und Frohe Weihnachten!

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Pendeln in Tokio.

Oder wie viele Personen passen in ein Zugabteil?
In Deutschland hatte ich jahrelang ein Auto. Hier in Tokio bin ich auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen. Was in Tokio auch überhaupt kein Problem darstellt, solange man nicht zu den Stoßzeiten unterwegs ist. Denn dann wird es bekanntlich voll.

Mittlerweile habe ich mich daran irgendwie gewöhnt und weiß, wo man besser nicht im Zug steht und wie man sich verhält. Faszinierend finde ich die Stoßzeiten dennoch, wenn man nicht gerade im Zug eingepfercht ist, sondern das Ganze als Beobachter betrachtet.

Es ist immer wieder erstaunlich wie viele Personen es schaffen sich noch in der letzten Minute in den Zug zu quetschen. Darin bin ich immer noch schlecht!

Metro

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Parkspaziergang im Shinjuku-Gyoen.

Buntes Herbstlaub und nette Konversation.
Gestern war ich zu einem Blogger-Parkspaziergang im Shinjuku-Gyoen eingeladen. Ich bin war kein großer Blogger, aber es war schön alte und neue Gesichter wiederzusehen bzw. kennenzulernen. Und: Das Treffen hat mit beflügelt tatsächlich mal wieder mehr zu bloggen und meinen bescheidenen Alltag zu teilen.

Das bunte Herbstlaub (koujou) war wunderschön! Und auch die Gespräche waren lebhaft und die Themen gingen nicht aus. Es tut immer mal wieder gut sich untereinander auszutauschen, da man als Deutsche (r) in Japan oft vor den gleichen Problemen oder Fragestellungen steht.

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Spaziergang durch Yanaka.

Aber keine Katze in Sicht.
In Yanaka soll es viele Katzen geben! Leider ist mir keine einzige begegnet! (^O^) Dennoch mag ich die Atmosphäre in Shitamachi (Altstadt / Wohnbezirke des gewöhnlichen Volkes während der Edo-Zeit) sehr gern! Die Gebäude sind nicht besonders hoch, die Straßen sind eng. Alles wirkt sehr entspannt. Wer möchte kann ich bei tokyobike Rentals ein Fahrrad mieten und die Gegend per Drahtesel erkunden. Leckere Senbei (Reiscracker) gibt es bei Kikumi Senbei. Einem Geschäft aus der Edo-Zeit. Die Gegend bietet viel zu entdecken! Hier sind meine persönlichen Highlights.

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48 Stunden Osaka.

Harry Potter und japanische Spießchen.
Als vor Jahren der letzte Harry Potter Band auf den deutschen Buchmarkt kam, war auch ich eine von denen, die um Mitternacht den Weg in die Schlange der Mayerschen Buchhandlung in Bochum gefunden hatten. Die darauffolgende Nacht war kurz, denn der Schmöker wollte natürlich sofort verschlungen werden.

Seit einigen Jahren gibt es nun eine Harry Potter Welt in den Universal Studios in Osaka. Diese wird im japanischen Fernsehen regelmässig in Kombination mit der Ausstrahlung der acht Harry Potter-Filme beworben. Klar, dass auch ich endlich mal nach Osaka wollte …

Anfang des Jahres ergab sich nun die Gelegenheit für uns Osaka (ich war noch nie dort) und auch die USJ zu erkunden! Außerdem bot sich die Möglichkeit auch noch eine deutsche Freundin dort zu treffen, die gerade auf Asienrundreise war. Den ersten Tag unserer 48 Stunden Reise verbrachten wir also mit Harry Potter und den zweiten mit besagter Freundin.

Natürlich dürften kushikatsu (frittierte japanische Spießchen) nicht auf dem Speiseplan fehlen, denn dafür ist Osaka neben takoyaki (Oktopusbällchen) kulinarisch bekannt. Viel besser als überteuerte Harry Potter Schokoladenfrösche, die wir einfach mal nicht gekauft haben. Auch eher untypisch für Japan, aber trotzdem lecker: Pie. Kurz vor unserer Abfahrt habe ich auf Instagram ein kleines Pie Cafe (The Pie Shop) entdeckt, in dem wir am ersten Tag schlemmen waren. Übernachtet haben wir übrigens in einem Hotel namens Rock Star Hotel. Das Zimmer war so dunkel, wie die Webseite! (^O^) Aber individuell.

Osaka ist definitiv nicht meine Lieblingsstadt in Japan! Trotz oder wegen dotonbori. Aber ich bin froh, dass wir dort waren und auch noch unsere Freundin Anke sensei treffen konnten.

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Der wohl bekannteste Kürbis der Welt.

Oder: Auf nach Naoshima.
Kurz nach Neujahr haben wir uns auf eine Reise nach Noashima gemacht. Einer kleinen Insel in der Präfektur Kagawa, weit westlich von Tokio. Zunächst stiegen wir in Narita ins Flugzeug nach Takamatsu und von dort ging es dann mit der Fähre nach Naoshima.

Naoshima steht für die reduzierte Architektur von Tadao Ando, sowie westliche und asiatische Kunst. Das Wahrzeichen der Insel ist aber unbestritten der gelde Kürbis von Yayoi Kusama. Um den zu erreichen, muss man die Insel entweder mit dem Bus erkunden oder mit dem Fahrrad. Wir haben uns für ersteres entschieden. Wenn man nur einen Tag auf Naoshima ist, muss man sich schon einigermaßen ranhalten, denn es gibt sehr viel zu entdecken. Alte Häuser, tolle Installationen und Museen. Ich würde sofort wieder nach Naoshima fahren, wenn ich die Gelegenheit dazu hätte.

Auf dem Heimweg haben wir in Okayama übernachtet und reichlich kibi dango (weichen Reiskuchen) eingekauft und gegessen. Sieht die Verpackung nicht großartig aus? Und da H. das Himeji Schloss noch nie besichtigt hatte, haben wir es noch auf der Rückfahrt nach Tokio besichtigt. Ich war 2009 schon einmal dort, aber vor einigen Jahren wurde der „weiße Reiher“, so lautet der Spitzname der Burg, restauriert und erstrahlt nun in neuem Glanz.

Es waren wunderbare zwei Tage! (^-^)

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Ein frohes neues Jahr 2017.

Oder akemashite omedetou!
Auf dem Foto oben sieht man das traditionelle, japanische Neujahressen osechi ryori. Viele verschiedene kleine Speisen in einer Holzbox oder Plastikbox. Jede Speise hat (oder hatte früher) eine spezielle Bedeutung. So stehen kuromame (schwarze Sojabohnen) z.B. für gute Gesundheit im neuen Jahr. Interessant, oder?

New Years card

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Ohanami 2016.

Kirschblüte in Naka-Meguro.
Am letzen Wochenende waren wir in Naka-Meguro um die Kirschblüte zu bestaunen. Netter Weise haben wir dort zufällig noch zwei Freunde getroffen, die wir seit drei oder vier Jahren nicht mehr gesehen haben. Obwohl das Wetter nicht perfekt war, ein schöner Samstag!

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48 Stunden Kanazawa.

Endlich mal wieder eine Kurzreise.
H. und ich wollten schon lange mal wieder eine kleine Reise machen. Unsere letzte Reise (nach Deutschland) liegt schon sehr lange zurück und auch über Oshogatsu haben wir nichts großartiges unternommen. Im Februar bot sich uns nun die Gelegenheit nach Kanazawa zu fahren. Jippiee! Endlich wieder Shinkansen fahren und etwas neues sehen. Wenn man in Tokio lebt kann man zwar jeden Tag viel sehen/unternehmen, aber ich finde es immer wunderbar den Moloch mal zu verlassen und etwas anderes zu sehen. Also auf nach Kanazawa!

Ein nettes Hotel (Hotel Pazific) war schnell gebucht und die Shinkansen-Tickets waren erfreulicherweise dank waribiki (Ermässigung) auch noch erschwinglich. Das Hotel lag in der Nähe vom Fischmarkt und ich musste meinen Mann davon abhalten schon vor der Ankunft im Hotel Sushi zu essen. Wie typisch für ihn.

Das Gute an Kanazawa ist, dass man quasi alles zu Fuß erledigen kann. Ich laufe ja bekanntlich sehr gerne und so sind wir am ersten Tag auch gleich ordentlich gelaufen. Zunächst über den besagten Fischmarkt, dann zum Schlossgelände, zur Higashi Chaya (Teeviertel) und zum 21st Century Museum. Letzteres hat mir sehr, sehr gut gefallen und die Besichtung war auch fast überall umsonst. Abends gab es dann – natürlich – Sushi zum Abendbrot.

Am zweiten Tag sind wir dann noch zum und durch den Kenrokuen Garten gelaufen. Der Kenrokuen ist einer der drei schönsten Landschaftsgärten in Japan. Leider blühte bei unserem Besuch noch nicht allzu viel, aber die Anlage an sich war schon sehr beeindruckend! Zwei wirklich tolle Tage und ich kann jedem sehr empfehlen mal nach Kanazawa zu fahren.