Alle Artikel in der Kategorie “Travel.

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48 Stunden Osaka.

Harry Potter und japanische Spießchen.
Als vor Jahren der letzte Harry Potter Band auf den deutschen Buchmarkt kam, war auch ich eine von denen, die um Mitternacht den Weg in die Schlange der Mayerschen Buchhandlung in Bochum gefunden hatten. Die darauffolgende Nacht war kurz, denn der Schmöker wollte natürlich sofort verschlungen werden.

Seit einigen Jahren gibt es nun eine Harry Potter Welt in den Universal Studios in Osaka. Diese wird im japanischen Fernsehen regelmässig in Kombination mit der Ausstrahlung der acht Harry Potter-Filme beworben. Klar, dass auch ich endlich mal nach Osaka wollte …

Anfang des Jahres ergab sich nun die Gelegenheit für uns Osaka (ich war noch nie dort) und auch die USJ zu erkunden! Außerdem bot sich die Möglichkeit auch noch eine deutsche Freundin dort zu treffen, die gerade auf Asienrundreise war. Den ersten Tag unserer 48 Stunden Reise verbrachten wir also mit Harry Potter und den zweiten mit besagter Freundin.

Natürlich dürften kushikatsu (frittierte japanische Spießchen) nicht auf dem Speiseplan fehlen, denn dafür ist Osaka neben takoyaki (Oktopusbällchen) kulinarisch bekannt. Viel besser als überteuerte Harry Potter Schokoladenfrösche, die wir einfach mal nicht gekauft haben. Auch eher untypisch für Japan, aber trotzdem lecker: Pie. Kurz vor unserer Abfahrt habe ich auf Instagram ein kleines Pie Cafe (The Pie Shop) entdeckt, in dem wir am ersten Tag schlemmen waren. Übernachtet haben wir übrigens in einem Hotel namens Rock Star Hotel. Das Zimmer war so dunkel, wie die Webseite! (^O^) Aber individuell.

Osaka ist definitiv nicht meine Lieblingsstadt in Japan! Trotz oder wegen dotonbori. Aber ich bin froh, dass wir dort waren und auch noch unsere Freundin Anke sensei treffen konnten.

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Der wohl bekannteste Kürbis der Welt.

Oder: Auf nach Naoshima.
Kurz nach Neujahr haben wir uns auf eine Reise nach Noashima gemacht. Einer kleinen Insel in der Präfektur Kagawa, weit westlich von Tokio. Zunächst stiegen wir in Narita ins Flugzeug nach Takamatsu und von dort ging es dann mit der Fähre nach Naoshima.

Naoshima steht für die reduzierte Architektur von Tadao Ando, sowie westliche und asiatische Kunst. Das Wahrzeichen der Insel ist aber unbestritten der gelde Kürbis von Yayoi Kusama. Um den zu erreichen, muss man die Insel entweder mit dem Bus erkunden oder mit dem Fahrrad. Wir haben uns für ersteres entschieden. Wenn man nur einen Tag auf Naoshima ist, muss man sich schon einigermaßen ranhalten, denn es gibt sehr viel zu entdecken. Alte Häuser, tolle Installationen und Museen. Ich würde sofort wieder nach Naoshima fahren, wenn ich die Gelegenheit dazu hätte.

Auf dem Heimweg haben wir in Okayama übernachtet und reichlich kibi dango (weichen Reiskuchen) eingekauft und gegessen. Sieht die Verpackung nicht großartig aus? Und da H. das Himeji Schloss noch nie besichtigt hatte, haben wir es noch auf der Rückfahrt nach Tokio besichtigt. Ich war 2009 schon einmal dort, aber vor einigen Jahren wurde der „weiße Reiher“, so lautet der Spitzname der Burg, restauriert und erstrahlt nun in neuem Glanz.

Es waren wunderbare zwei Tage! (^-^)

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48 Stunden Kanazawa.

Endlich mal wieder eine Kurzreise.
H. und ich wollten schon lange mal wieder eine kleine Reise machen. Unsere letzte Reise (nach Deutschland) liegt schon sehr lange zurück und auch über Oshogatsu haben wir nichts großartiges unternommen. Im Februar bot sich uns nun die Gelegenheit nach Kanazawa zu fahren. Jippiee! Endlich wieder Shinkansen fahren und etwas neues sehen. Wenn man in Tokio lebt kann man zwar jeden Tag viel sehen/unternehmen, aber ich finde es immer wunderbar den Moloch mal zu verlassen und etwas anderes zu sehen. Also auf nach Kanazawa!

Ein nettes Hotel (Hotel Pazific) war schnell gebucht und die Shinkansen-Tickets waren erfreulicherweise dank waribiki (Ermässigung) auch noch erschwinglich. Das Hotel lag in der Nähe vom Fischmarkt und ich musste meinen Mann davon abhalten schon vor der Ankunft im Hotel Sushi zu essen. Wie typisch für ihn.

Das Gute an Kanazawa ist, dass man quasi alles zu Fuß erledigen kann. Ich laufe ja bekanntlich sehr gerne und so sind wir am ersten Tag auch gleich ordentlich gelaufen. Zunächst über den besagten Fischmarkt, dann zum Schlossgelände, zur Higashi Chaya (Teeviertel) und zum 21st Century Museum. Letzteres hat mir sehr, sehr gut gefallen und die Besichtung war auch fast überall umsonst. Abends gab es dann – natürlich – Sushi zum Abendbrot.

Am zweiten Tag sind wir dann noch zum und durch den Kenrokuen Garten gelaufen. Der Kenrokuen ist einer der drei schönsten Landschaftsgärten in Japan. Leider blühte bei unserem Besuch noch nicht allzu viel, aber die Anlage an sich war schon sehr beeindruckend! Zwei wirklich tolle Tage und ich kann jedem sehr empfehlen mal nach Kanazawa zu fahren.

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Sommerhitze ade.

Kamakura für Anfänger.
Da die Hitze in Tokio während des Sommers wirklich drückend ist, hatten eine Bekannte und ich beschlossen dieser für einen Tag zu entfliehen und nach Enoshima ans Meer zu fahren. Von Shimokitazawa aus kann man günstig mit der Odakyu Line fahren und ist nach guten 1 1/2 Stunden am Meer bzw. am Bahnhof Katase-Enoshima. Dort gibt es eine schöne Insel mit Leuchtturm und einen Badestrand. Allerdings war das Wetter heute einfach zu schlecht, um nur am Meer zu liegen. Darum sind wir direkt nach unserer Ankunft im Platzregen weiter nach Kamakura gefahren. Meine Bekannte lebt schon seit sechs Jahren in Japan, war aber vorher noch nie in Kamakura. Unglaublich! Ich war jetzt schon zum vierten oder fünften Mal dort.

Zum Glück klärte sich das Wetter wieder auf, sodass wir zunächst in Hase (den Daibutsu (den großen Buddha) – von Innen und Außen – besichtigen und dann doch noch einige Zeit am Strand (Yuigahama Beach) verbringen konnten. Danach haben wir noch den Tsurugaoka Hachimangu Schrein besichtigt, der der wichtigste Schrein in Kamakura ist. Zum Abschluss sind wir noch etwas durch die Gegend um den Bahnhof gebummelt und haben uns bei Kuchen und Pancakes vom anstrengenden Tag erholt! (^o-)

Da H. natürlich nicht frei hatte, gab es für ihn ein Mitbringsel: knusprige Butterkekse in Form einer Taube (Hato Sabure). Diese Kekse sind eine bekannte Spezialität aus Kamakura und in der Meiji-Zeit (1868–1912) erfunden worden.

Ein wirklicher Kurztrip nach Kamakura, aber es hat sich auch für ein paar Stunden gelohnt. Und ich war nicht zum ersten und bestimmt nicht zum letzten Mal dort!!

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Kurzurlaub.

Ein Wochenende in Ise.
Am letzten Wochenende waren H., seine Eltern und ich im Wallfahrtsort Ise, südlich von Nagoya. Dort stehen u.a. der Ise-Schrein, das höchste shintoistische Heiligtum Japans, sowie die Meoto-Iwa – die beiden verheirateten Felsen – im Meer.

Da die Reise schon um 8.05 Uhr losgehen sollte, machen wir uns schon sehr früh auf den Weg zum Tokioter Hauptbahnhof. Nicht früh genug für Schwiegermama, die um circa 7.20 Uhr besorgt anrief, wo wir denn blieben. Das wir natürlich rechtzeitig am Bahnhof waren, versteht sich von selbst. (^o-) Der Rest des Wochenendes verlief auch harmonisch und locker.

Alle Details des Wochenendes aufzuzählen wäre langweilig. Darum hier nur mein persönliches Highlight. Die Meoto-Iwa in der Brandung zu sehen, hat mir am besten gefallen. Da ich das Meer liebe, kein Wunder.

Meoto-Iwa

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Auf nach Hakone.

Onsen-Eier, Piratenschiffe und Co.
An diesem Wochenende waren mein Mann und ich mal wieder in Hakone. Von uns aus kann man gut mit der Odakyu Linie bis nach Odawara fahren und von dort aus mit der Bummelbahn in die Berge. Da wir schon einmal zusammen in Hakone waren, haben wir in Odawara einen Zwischenstop eingelegt und uns dort das Schloss angesehen! Danach ging es noch kurz ans Meer! Berge und Meer an einem Tag, dass bin ich aus Deutschland nicht gewöhnt. Toll!

Nachmittags sind wir in Hakone angekommen und haben unser geräumiges Zimmer im Fujiya Hotel bezogen. Leider im neuen Teil des Hauses. Der ältere Teil des Hotels existiert schon seit 1878 und zu den berühmtesten Gästen zählten unter anderem der Kaiser von Japan samt Gattin, John Lennon mit Familie und Albert Einstein. Die Übernachtung in diesem geschichtsträchtigen Hotel war das Geburtstaggeschenk an H. zu seinem 40. Geburtstag im Februar.

Leider merkte man unserem Zimmer den langjährigen Gebrauch etwas an, aber der Service und die altmodische Atmosphäre im Haupthaus machten ersteres wieder gut. Nach einem ausgiebigen Abendessen (Fujiya Beef Curry) legten wir uns zum Abschluss des Tages erst in das hauseigene Onsen* und dann vor den Fernseher. *Mit Onsen bezeichnet man auf Japanisch eine heiße Quelle. In unserem Fall eine in der man noch Baden kann ohne gekocht zu werden. Versteht sich von selbst.

Heute ging es dann mit der Seilbahn zu den schwefelhaltigen Quellen und mit dem Piratenschiff über den Ashi-See. Und leider … war unser Kurztrip dann auch schon wieder vorbei.

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48 Stunden Okinawa.

Shisa, goya und sanshin – Okinawa für Anfänger.
Mitte Juni packte uns in der alltäglichen Tokioter Sommerhitze das Reisefieber. Endlich mal wieder ein Kurztrip! Den Alltag vergessen. Doch die (Frei-) Zeit war knapp und das Budget eher klein. Wohin also? Natürlich ans Meer. Die kühle Brise genießen und entspannt den Horizont anstarren. Doch die Recherche war ernüchternd. Auf der nahegelegenen Izu-Halbinsel mit schönem Strand gab es kein erschwingliches Futon mehr für uns …

Okinawa, die südlichste Präfektur Japans und als japanisches Hawaii bekannt, war genauso verlockend. Plötzlich tauchte ein (Seminar-) Hotel der Versicherung der japanischen Post auf dem Bildschirm auf und unser Schnäppchen-Jager-Instinkt war geweckt. Ein paar Wochen später saßen wir im Flieger nach Okinawa und freuten uns auf Wellen & Wind und die legendäre Okinawa-Küche. Im Vorfeld hatte man uns vor Mückenplagen und großer Hitze gewarnt. Uns zudem auf die Unabdingbarkeit eines Autos hingewiesen. Doch wir sahen der „Gefahr“ tollkühn mit Anti-Mückenspray und extra Taxi-Geld ins Auge.

Unser Hotel lag in einem – sagen wir – Industriegebiet, aber vom Fenster aus konnte man das Meer zumindest sehen. Mobiliar aus den späten 80er Jahren und wirklich nichts für einen Mini-Honeymoon, aber dennoch … wir waren auf Okinawa! Noch ein schnelles Abendessen und ein anschließender Gang durch den konbini (24-Stunden-Mini-Supermarkt) um die lokalen Softdrinks und die Lupe zu nehmen … Ende Tag 1.

Tag 2 führte uns zum Strand! Der Weg zum Tropical Beach war leider weit und nur mit dem Bus zu bewältigen, aber von den Mückenplagen fehlte zum Glück jede Spur und auch die Hitze war weitaus erträglicher als in Tokio! Das Meer war klar und salzig, das erste kakigori (geschreddertes Wassereis mit Sirup), die Sonne brannte (und die Haut leider abends auch). Doch einfach mal in den Horizont starren, sich im Wasser treiben lassen, wunderbar! Abends dann bittere, frittierte goya (jap. Bittermelone), eingelegtes Schweinefleisch, … und für mich – wie fast immer – umeshu (Likör aus der Ume-Pflaume)! Dazu okinawanische Live-Musik – natürlich mit Synchron-Klatschen! Haha!

Am letzten Tag hatten wir uns eine kleine Bustour zum Churaumi Aquarium gebucht. Besuch der Touristen-Abzocke „Pineapple Park“ inklusive, aber mit direktem Shuttle-Service zum Flughafen. Walhaie und Co.! Toll! Kurz: schön. Auf Okinawa!

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Since 2012.

Hallo. Hello. Moshi Moshi. Reloaded
Tokio: Trautes Heim, Glück allein. Home sweet Home. – Ein subjektiver Blick auf Japan und seine Einwohner aus der Perspektive einer jungen (uso*), frisch verheirateten, glücklichen, deutschen Zuwanderin. {*uso / Lüge, Flunkerei, Unwahrheit}