Archiv des Monats “August 2014

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Feuerwerk Conbini-Style.

Hanabi-Schau von den Schienen der Setagaya Line.
Eigentlich hatten Naoko-san und ich vor an diesem Wochenende ein Feuerwerk in Kanagawa-ken zu besuchen. Da uns allerdings beide diese Woche die Sommergrippe erwischt hat, haben wir diesen Plan leider begraben müssen. Dazu kommt, dass ich auch immer noch keinen Yukata (dünnen Sommmer-Kimono) gefunden habe, der mir a) gefällt, b) steht und c) noch einigermaßen bezahlbar ist. In einem solchen sieht man sich nämlich üblicherweise das Feuerwerk an.

Als H. und ich am Abend zu Hause auf dem Sofa vor dem Fernseher saßen, hörten wir immer wieder ein leichtes Knallen. Ich dachte zunächst an ein Gewitter doch H. meinte ohne langes Zögern: Hanabi (Feuerwerk). Da die Sommergrippe sich immer mehr verflüchtigt und die kühle Luft lockte, sind H. und ich tatsächlich noch Draußen gelaufen, um das Feuerwerk zu suchen. Sehen konnten wir es nämlich zunächst leider nicht. Erst als wir den Bahnhof von Yamashita erreichten, konnten wir schon von weitem das Feuerwerk und ein paar Duzend Bewunderer auf den Gleisen der Setagaya Line sehen.

Dann folgte: Immer wenn die Bahnschranken nach Oben gingen, rauf auf die Gleise und das Feuerwerk ansehen. Beim Klingelton runter von den Gleisen und den Zug vorbei tuckern lassen. Für mich ein kleines o-matsuri (Fest), da alle eine Menge Spaß hatten und das Feuerwerk gebührend mit “Oh, Ah & Eh” kommentierten.

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In der Sommerhitze.

Tokyo, 32°C im Schatten.
Sommer, Hitze, … Hama-rikyu Garten – heute waren Kyoko-san, ihre Tochter und ich im Hama-rikyu Garten unterwegs. Seit einiger Zeit lernen Kyoko-san und ich zusammen Deutsch bzw. Japanisch und verbinden unsere Treffen immer mit einem kleinen Ausflug in die Stadt. Da mich japanische Gärten faszinieren waren wir heute im besagten Hama-rikyu Garten, einem Garten aus der Edo-Zeit.

Dank der Nähe zur Tokio Bay und verschiedenen Flüssen weht durch den Garten immer eine leichte, frische Brise, die die anhaltende Sommerhitze erträglicher macht. – Im Sommer begrüßt man sich in Japan übrigens oft mit “atsui” (heiß), anstatt mit “konnichiwa” (Guten Tag). Hehe!

Blumen sucht man im heißen August im Garten fast vergeblich. Dafür stehen im Garten viele matsu (Pinien). Da wir in Matsubara wohnen ist mir die Form der Pinie bzw. ihre grafische Übertragung besonders ans Herz gewachsen.

Anschließend ging es mit dem “Waterbus” bis nach Asakusa! Auch hier wehte auf dem Schiff eine steife Brise! Wie angenehm und entspannend!!

Ein wirklich schöner Vormittag im Herzen der Stadt der Hektik und geordnetem Choas.
Vokabel des Tages: chika, Untergrund

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BBQ.

Grillen im Schatten der Tokyu Toyoko Line.
Am letzten Wochenende waren H. und ich eingeladen an einem japanischen Barbecue teilzunehmen. Seine Amateur-Ü40-Fussballmannschaft traf sich um 11 Uhr im Shin-Maruko Bahnhof, um dann gemeinsam den nächsten Supermarkt zu stürmen und alles für das BBQ einzukaufen. Schon einen Tag vorher hatte die “doitsu-san” – sprich ich – auf Wunsch von Saito-san 30 Nürnberger Würstchen in einem Supermarkt in Shibuya besorgt. Die japanischen Teilnehmer kauften außer Getränken dann lieber noch Rindfleisch, Geflügelfleisch, Bacon, Würstchen am Stiel, gemischtes Gemüse und alle Zutaten für Yaki-Soba (gebratene Nudeln). Also wider Erwarten keinen Fisch. Abgesehen von ein paar Jacobsmuscheln.

Am angemieteten Grillplatz unter einer Bahnbrücke der Tokyu Toyoko Line angekommen, würde nicht lange gefackelt, sondern sofort gegrillt. Denn: Praktischerweise hatten wir direkt einen Platz mit Möbeln und Grill angemietet. Wir und geschätzte fünf andere Gruppen. Damit hatte ich im Vorfeld natürlich mal wieder nicht gerechnet. – An die Tatsache, dass man im Ballungsgebiet Tokyo nur sehr, sehr, sehr selten alleine ist, vergesse ich einfach immer wieder.

Dennoch: Sonne, frische Brise, Grillen!! Und obwohl sämtliche Marianden fehlten, schmeckte alles erstaunlich gut. Besonders die Speck-Reis-Sushi, anders kann ich es nicht beschreiben, einer anderen Spielerfrau.

Letzten Endes wurde das BBQ nach 5 Stunden mit den obligatorischen Yaki-Soba und durch eine aufkommenden Schlechtwetterfront beendet.