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48 Stunden Okinawa.

Shisa, goya und sanshin – Okinawa für Anfänger.
Mitte Juni packte uns in der alltäglichen Tokioter Sommerhitze das Reisefieber. Endlich mal wieder ein Kurztrip! Den Alltag vergessen. Doch die (Frei-) Zeit war knapp und das Budget eher klein. Wohin also? Natürlich ans Meer. Die kühle Brise genießen und entspannt den Horizont anstarren. Doch die Recherche war ernüchternd. Auf der nahegelegenen Izu-Halbinsel mit schönem Strand gab es kein erschwingliches Futon mehr für uns …

Okinawa, die südlichste Präfektur Japans und als japanisches Hawaii bekannt, war genauso verlockend. Plötzlich tauchte ein (Seminar-) Hotel der Versicherung der japanischen Post auf dem Bildschirm auf und unser Schnäppchen-Jager-Instinkt war geweckt. Ein paar Wochen später saßen wir im Flieger nach Okinawa und freuten uns auf Wellen & Wind und die legendäre Okinawa-Küche. Im Vorfeld hatte man uns vor Mückenplagen und großer Hitze gewarnt. Uns zudem auf die Unabdingbarkeit eines Autos hingewiesen. Doch wir sahen der „Gefahr“ tollkühn mit Anti-Mückenspray und extra Taxi-Geld ins Auge.

Unser Hotel lag in einem – sagen wir – Industriegebiet, aber vom Fenster aus konnte man das Meer zumindest sehen. Mobiliar aus den späten 80er Jahren und wirklich nichts für einen Mini-Honeymoon, aber dennoch … wir waren auf Okinawa! Noch ein schnelles Abendessen und ein anschließender Gang durch den konbini (24-Stunden-Mini-Supermarkt) um die lokalen Softdrinks und die Lupe zu nehmen … Ende Tag 1.

Tag 2 führte uns zum Strand! Der Weg zum Tropical Beach war leider weit und nur mit dem Bus zu bewältigen, aber von den Mückenplagen fehlte zum Glück jede Spur und auch die Hitze war weitaus erträglicher als in Tokio! Das Meer war klar und salzig, das erste kakigori (geschreddertes Wassereis mit Sirup), die Sonne brannte (und die Haut leider abends auch). Doch einfach mal in den Horizont starren, sich im Wasser treiben lassen, wunderbar! Abends dann bittere, frittierte goya (jap. Bittermelone), eingelegtes Schweinefleisch, … und für mich – wie fast immer – umeshu (Likör aus der Ume-Pflaume)! Dazu okinawanische Live-Musik – natürlich mit Synchron-Klatschen! Haha!

Am letzten Tag hatten wir uns eine kleine Bustour zum Churaumi Aquarium gebucht. Besuch der Touristen-Abzocke „Pineapple Park“ inklusive, aber mit direktem Shuttle-Service zum Flughafen. Walhaie und Co.! Toll! Kurz: schön. Auf Okinawa!

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