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Zugfahren im Schnee.

Wie ein paar weiße Flocken Tokio lahmlegen.
Wieder einmal hat es diese Woche in Tokio ungewöhnlich stark geschneit. Zwar nicht so heftig wie vor zwei Jahren, aber immerhin heftig genug, um den Zugverkehr fast lahmzulegen. Dieses Mal ereignete sich der Schneefall auf einem Montag, sodass viele Pendler unterwegs waren. So auch ich.

Um überhaupt zum Gleis zu kommen, musste man schon Schlange stehen. Und das nicht nur in den großen Bahnhöfen wie Shibuya (100 Meter Schlange bis zur Ticketschranke), sondern auch in den kleineren Bahnhöfen. Anschließend waren die ankommenden Züge so voll, dass ich erst gar nicht in den Zug gekommen bin. Es hat vier oder fünf Züge gedauert, bis ich mich mit einer kleinen Gruppe von Menschen in den Zug quetschen konnte. Im Zug selbst war es dann die Hölle. Wenn die normale Rush Hour schon schlimm ist, so war diese Zugfahrt absolut nicht zu übertreffen. Umfallen unmöglich. Arme heben auch. Aber ich habe es überlebt.

Natürlich blieb der Schnee nicht lange liegen, aber dort wo er aufgetürmt wurde, schon. So auch in Tama Plaza, wo der Schnee sogar vorschriftsmäßig vor den Passanten abgesperrt wurde. Goldig.

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Golden Brown.

Einen Burger mit Pommes mit bitte!
Wenn man einen guten Burger in Tokio essen möchte, gibt es sicherlich viele Möglichkeiten. Mir schmeckt es bei “Golden Brown” sehr gut! Mittlerweile gibt es zwei Läden des Burger-Labels: in Nakameguro und Omotesando. Heute sind H. und ich mal wieder dazu gekommen einen saftigen Burger zu bestellen. H. entschied sich für einen Double Burger und ich mich für einen Advocado Burger. Dazu (im Menü) Pommes. Lecker!

Advocado Burger

In Kategorie: Eat.
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Fisch in mundgerechten Happen.

Sushi.
In Japan wird viel Fisch gegessen. So auch in unserem japanisch-deutschen Haushalt. Am liebsten natürlich in Form von Sushi. Mundgerecht und lecker.

Sushi ist ein japanisches Gericht aus erkaltetem, gesäuertem Reis, ergänzt um weitere Zutaten wie rohen oder geräucherten Fisch, rohe Meeresfrüchte, Nori (getrockneter und gerösteter Seetang), Gemüse, Tofuvarianten und Ei. Die Zusammenstellung variiert nach Art und Rezept. Sushi wird in mundgerechten Stücken optisch ansprechend zubereitet serviert. Wikipedia

Es gab eine Zeit, da haben H. und ich wirklich jeden Sonntag Sushi gegessen. Meine Freundin Kyoko-san musste deswegen schon über uns lachen. Aber H. liebt nun einmal Sushi. Wenn wir aus dem Ausland zurück nach Tokio kommen, ist das Erste, was auf dem Speiseplan steht Sushi. Da wir im Nachbardorf einen sehr guten Sushi-Laden haben (umegoaka sushi no midori sohonten), müssen wir nicht ständig Supermarkt-Sushi essen. Das Sushi aus Umegaoka ist zwar ein bisschen teurer als das Supermarkt-Sushi, aber geschmacklich einfach 100-mal besser! In diesem Sinne: Ittadakimambo!

In Kategorie: Eat.
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Der Sentakuhanga.

30, 60, 90 vs. 0.
Wenn man neu in einem fremden Land wohnt, kann manches, was zu Hause selbstverständlich war anfangs ziemlich ungewöhnlich oder ungewohnt sein. Mein Lieblingsthema 2012 war das Wäschewaschen und bis heute habe ich mich noch nicht 100%ig daran gewöhnt. Wieso? Andere Länder, andere Waschgewohnheiten.

In Deutschland benutzt man Frontlader, in Japan Toplader. Hier wäscht man überwiegend mit kaltem Wasser, im alten Westen mit warmen. 30, 60, 90 Grad gibt es nicht. Zudem wäscht man(n) hier tendenziell alles zusammen, da man – auf die Woche gesehen – häufiger wäscht. Dazu kommt die kurze Laufzeit der Waschmaschine im Standardprogramm (circa 35 Minuten).

Getrocknet wird die Wäsche auf dem Balkon oder vor dem Fenster. Wäschekeller oder Dachböden zum Wäschetrocknen gibt es natürlich auch nicht. Manche Japaner waschen ihre Wäsche mit bereits benutztem Badewasser, wodurch jede Waschmaschine einen extra Schlauch für die Badewanne hat. Das finde ich aber sehr unhygienisch. Auch wenn man dem Wasser natürlich Chemikalien zu führen kann, die das Wasser für den Waschvorgang geeignet machen.

Da die Balkone natürlich auch sehr klein sind, hat sich irgendein findiger Japaner “Wäschehänger” ausgedacht. An diesem “Sentakuhanga” sind die Wascheklämmern schon befestigt, sodass man platzsparend relativ viele Kleidungsstücke oder Handtücher anklammern kann. Und falls das Wetter doch nicht mehr mitspielt, kann man den Sentakuhanga einfach schnell in die Wohnung hängen. Praktisch, aber anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, da man einfach nicht soviel auf einmal waschen bzw. hängen kann.

Aber wir haben uns angefreudet, die japanische Wäschepraxis und ich.

Washing Day

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Sommerhitze ade.

Kamakura für Anfänger.
Da die Hitze in Tokio während des Sommers wirklich drückend ist, hatten eine Bekannte und ich beschlossen dieser für einen Tag zu entfliehen und nach Enoshima ans Meer zu fahren. Von Shimokitazawa aus kann man günstig mit der Odakyu Line fahren und ist nach guten 1 1/2 Stunden am Meer bzw. am Bahnhof Katase-Enoshima. Dort gibt es eine schöne Insel mit Leuchtturm und einen Badestrand. Allerdings war das Wetter heute einfach zu schlecht, um nur am Meer zu liegen. Darum sind wir direkt nach unserer Ankunft im Platzregen weiter nach Kamakura gefahren. Meine Bekannte lebt schon seit sechs Jahren in Japan, war aber vorher noch nie in Kamakura. Unglaublich! Ich war jetzt schon zum vierten oder fünften Mal dort.

Zum Glück klärte sich das Wetter wieder auf, sodass wir zunächst in Hase (den Daibutsu (den großen Buddha) – von Innen und Außen – besichtigen und dann doch noch einige Zeit am Strand (Yuigahama Beach) verbringen konnten. Danach haben wir noch den Tsurugaoka Hachimangu Schrein besichtigt, der der wichtigste Schrein in Kamakura ist. Zum Abschluss sind wir noch etwas durch die Gegend um den Bahnhof gebummelt und haben uns bei Kuchen und Pancakes vom anstrengenden Tag erholt! (^o-)

Da H. natürlich nicht frei hatte, gab es für ihn ein Mitbringsel: knusprige Butterkekse in Form einer Taube (Hato Sabure). Diese Kekse sind eine bekannte Spezialität aus Kamakura und in der Meiji-Zeit (1868–1912) erfunden worden.

Ein wirklicher Kurztrip nach Kamakura, aber es hat sich auch für ein paar Stunden gelohnt. Und ich war nicht zum ersten und bestimmt nicht zum letzten Mal dort!!

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Ein wunderbarer Duft.

Die Azalee.
Der Frühling riecht in Japan nach Kirsche, der Frühsommer duftet umso besser. Grund dafür ist die Azalee, dessen Duft mir in den letzten Wochen besonders positiv in die Nase gestiegen ist. Leider verblühen jetzt etliche Pflanzen, sodass ich die Chance heute noch einmal genutzt habe, um ein paar Fotos zu machen.

Azalee

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Die Zeit vergeht wie im Flug.

Im letzten halben Jahr ist hier im Blog nicht viel passiert. Dennoch jetzt zwei Impressionen zum letzten halben Jahr! Herbstlaub im Rikugien Garten (s.u.) und Kirschblüten in Nakameguro. Herbst und Frühling in einem Post vereint.

Hanami in Nakameguro

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Kurzurlaub.

Ein Wochenende in Ise.
Am letzten Wochenende waren H., seine Eltern und ich im Wallfahrtsort Ise, südlich von Nagoya. Dort stehen u.a. der Ise-Schrein, das höchste shintoistische Heiligtum Japans, sowie die Meoto-Iwa – die beiden verheirateten Felsen – im Meer.

Da die Reise schon um 8.05 Uhr losgehen sollte, machen wir uns schon sehr früh auf den Weg zum Tokioter Hauptbahnhof. Nicht früh genug für Schwiegermama, die um circa 7.20 Uhr besorgt anrief, wo wir denn blieben. Das wir natürlich rechtzeitig am Bahnhof waren, versteht sich von selbst. (^o-) Der Rest des Wochenendes verlief auch harmonisch und locker.

Alle Details des Wochenendes aufzuzählen wäre langweilig. Darum hier nur mein persönliches Highlight. Die Meoto-Iwa in der Brandung zu sehen, hat mir am besten gefallen. Da ich das Meer liebe, kein Wunder.

Meoto-Iwa

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Feuerwerk Conbini-Style.

Hanabi-Schau von den Schienen der Setagaya Line.
Eigentlich hatten Naoko-san und ich vor an diesem Wochenende ein Feuerwerk in Kanagawa-ken zu besuchen. Da uns allerdings beide diese Woche die Sommergrippe erwischt hat, haben wir diesen Plan leider begraben müssen. Dazu kommt, dass ich auch immer noch keinen Yukata (dünnen Sommmer-Kimono) gefunden habe, der mir a) gefällt, b) steht und c) noch einigermaßen bezahlbar ist. In einem solchen sieht man sich nämlich üblicherweise das Feuerwerk an.

Als H. und ich am Abend zu Hause auf dem Sofa vor dem Fernseher saßen, hörten wir immer wieder ein leichtes Knallen. Ich dachte zunächst an ein Gewitter doch H. meinte ohne langes Zögern: Hanabi (Feuerwerk). Da die Sommergrippe sich immer mehr verflüchtigt und die kühle Luft lockte, sind H. und ich tatsächlich noch Draußen gelaufen, um das Feuerwerk zu suchen. Sehen konnten wir es nämlich zunächst leider nicht. Erst als wir den Bahnhof von Yamashita erreichten, konnten wir schon von weitem das Feuerwerk und ein paar Duzend Bewunderer auf den Gleisen der Setagaya Line sehen.

Dann folgte: Immer wenn die Bahnschranken nach Oben gingen, rauf auf die Gleise und das Feuerwerk ansehen. Beim Klingelton runter von den Gleisen und den Zug vorbei tuckern lassen. Für mich ein kleines o-matsuri (Fest), da alle eine Menge Spaß hatten und das Feuerwerk gebührend mit “Oh, Ah & Eh” kommentierten.