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Der wohl bekannteste Kürbis der Welt.

Oder: Auf nach Naoshima.
Kurz nach Neujahr haben wir uns auf eine Reise nach Noashima gemacht. Einer kleinen Insel in der Präfektur Kagawa, weit westlich von Tokio. Zunächst stiegen wir in Narita ins Flugzeug nach Takamatsu und von dort ging es dann mit der Fähre nach Naoshima.

Naoshima steht für die reduzierte Architektur von Tadao Ando, sowie westliche und asiatische Kunst. Das Wahrzeichen der Insel ist aber unbestritten der gelde Kürbis von Yayoi Kusama. Um den zu erreichen, muss man die Insel entweder mit dem Bus erkunden oder mit dem Fahrrad. Wir haben uns für ersteres entschieden. Wenn man nur einen Tag auf Naoshima ist, muss man sich schon einigermaßen ranhalten, denn es gibt sehr viel zu entdecken. Alte Häuser, tolle Installationen und Museen. Ich würde sofort wieder nach Naoshima fahren, wenn ich die Gelegenheit dazu hätte.

Auf dem Heimweg haben wir in Okayama übernachtet und reichlich kibi dango (weichen Reiskuchen) eingekauft und gegessen. Sieht die Verpackung nicht großartig aus? Und da H. das Himeji Schloss noch nie besichtigt hatte, haben wir es noch auf der Rückfahrt nach Tokio besichtigt. Ich war 2009 schon einmal dort, aber vor einigen Jahren wurde der „weiße Reiher“, so lautet der Spitzname der Burg, restauriert und erstrahlt nun in neuem Glanz.

Es waren wunderbare zwei Tage! (^-^)

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Ein frohes neues Jahr 2017.

Oder akemashite omedetou!
Auf dem Foto oben sieht man das traditionelle, japanische Neujahressen osechi ryori. Viele verschiedene kleine Speisen in einer Holzbox oder Plastikbox. Jede Speise hat (oder hatte früher) eine spezielle Bedeutung. So stehen kuromame (schwarze Sojabohnen) z.B. für gute Gesundheit im neuen Jahr. Interessant, oder?

New Years card

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Ohanami 2016.

Kirschblüte in Naka-Meguro.
Am letzen Wochenende waren wir in Naka-Meguro um die Kirschblüte zu bestaunen. Netter Weise haben wir dort zufällig noch zwei Freunde getroffen, die wir seit drei oder vier Jahren nicht mehr gesehen haben. Obwohl das Wetter nicht perfekt war, ein schöner Samstag!

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48 Stunden Kanazawa.

Endlich mal wieder eine Kurzreise.
H. und ich wollten schon lange mal wieder eine kleine Reise machen. Unsere letzte Reise (nach Deutschland) liegt schon sehr lange zurück und auch über Oshogatsu haben wir nichts großartiges unternommen. Im Februar bot sich uns nun die Gelegenheit nach Kanazawa zu fahren. Jippiee! Endlich wieder Shinkansen fahren und etwas neues sehen. Wenn man in Tokio lebt kann man zwar jeden Tag viel sehen/unternehmen, aber ich finde es immer wunderbar den Moloch mal zu verlassen und etwas anderes zu sehen. Also auf nach Kanazawa!

Ein nettes Hotel (Hotel Pazific) war schnell gebucht und die Shinkansen-Tickets waren erfreulicherweise dank waribiki (Ermässigung) auch noch erschwinglich. Das Hotel lag in der Nähe vom Fischmarkt und ich musste meinen Mann davon abhalten schon vor der Ankunft im Hotel Sushi zu essen. Wie typisch für ihn.

Das Gute an Kanazawa ist, dass man quasi alles zu Fuß erledigen kann. Ich laufe ja bekanntlich sehr gerne und so sind wir am ersten Tag auch gleich ordentlich gelaufen. Zunächst über den besagten Fischmarkt, dann zum Schlossgelände, zur Higashi Chaya (Teeviertel) und zum 21st Century Museum. Letzteres hat mir sehr, sehr gut gefallen und die Besichtung war auch fast überall umsonst. Abends gab es dann – natürlich – Sushi zum Abendbrot.

Am zweiten Tag sind wir dann noch zum und durch den Kenrokuen Garten gelaufen. Der Kenrokuen ist einer der drei schönsten Landschaftsgärten in Japan. Leider blühte bei unserem Besuch noch nicht allzu viel, aber die Anlage an sich war schon sehr beeindruckend! Zwei wirklich tolle Tage und ich kann jedem sehr empfehlen mal nach Kanazawa zu fahren.

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Zugfahren im Schnee.

Wie ein paar weiße Flocken Tokio lahmlegen.
Wieder einmal hat es diese Woche in Tokio ungewöhnlich stark geschneit. Zwar nicht so heftig wie vor zwei Jahren, aber immerhin heftig genug, um den Zugverkehr fast lahmzulegen. Dieses Mal ereignete sich der Schneefall auf einem Montag, sodass viele Pendler unterwegs waren. So auch ich.

Um überhaupt zum Gleis zu kommen, musste man schon Schlange stehen. Und das nicht nur in den großen Bahnhöfen wie Shibuya (100 Meter Schlange bis zur Ticketschranke), sondern auch in den kleineren Bahnhöfen. Anschließend waren die ankommenden Züge so voll, dass ich erst gar nicht in den Zug gekommen bin. Es hat vier oder fünf Züge gedauert, bis ich mich mit einer kleinen Gruppe von Menschen in den Zug quetschen konnte. Im Zug selbst war es dann die Hölle. Wenn die normale Rush Hour schon schlimm ist, so war diese Zugfahrt absolut nicht zu übertreffen. Umfallen unmöglich. Arme heben auch. Aber ich habe es überlebt.

Natürlich blieb der Schnee nicht lange liegen, aber dort wo er aufgetürmt wurde, schon. So auch in Tama Plaza, wo der Schnee sogar vorschriftsmäßig vor den Passanten abgesperrt wurde. Goldig.

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Golden Brown.

Einen Burger mit Pommes mit bitte!
Wenn man einen guten Burger in Tokio essen möchte, gibt es sicherlich viele Möglichkeiten. Mir schmeckt es bei “Golden Brown” sehr gut! Mittlerweile gibt es zwei Läden des Burger-Labels: in Nakameguro und Omotesando. Heute sind H. und ich mal wieder dazu gekommen einen saftigen Burger zu bestellen. H. entschied sich für einen Double Burger und ich mich für einen Advocado Burger. Dazu (im Menü) Pommes. Lecker!

Advocado Burger

In Kategorie: Eat.
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Fisch in mundgerechten Happen.

Sushi.
In Japan wird viel Fisch gegessen. So auch in unserem japanisch-deutschen Haushalt. Am liebsten natürlich in Form von Sushi. Mundgerecht und lecker.

Sushi ist ein japanisches Gericht aus erkaltetem, gesäuertem Reis, ergänzt um weitere Zutaten wie rohen oder geräucherten Fisch, rohe Meeresfrüchte, Nori (getrockneter und gerösteter Seetang), Gemüse, Tofuvarianten und Ei. Die Zusammenstellung variiert nach Art und Rezept. Sushi wird in mundgerechten Stücken optisch ansprechend zubereitet serviert. Wikipedia

Es gab eine Zeit, da haben H. und ich wirklich jeden Sonntag Sushi gegessen. Meine Freundin Kyoko-san musste deswegen schon über uns lachen. Aber H. liebt nun einmal Sushi. Wenn wir aus dem Ausland zurück nach Tokio kommen, ist das Erste, was auf dem Speiseplan steht Sushi. Da wir im Nachbardorf einen sehr guten Sushi-Laden haben (umegoaka sushi no midori sohonten), müssen wir nicht ständig Supermarkt-Sushi essen. Das Sushi aus Umegaoka ist zwar ein bisschen teurer als das Supermarkt-Sushi, aber geschmacklich einfach 100-mal besser! In diesem Sinne: Ittadakimambo!

In Kategorie: Eat.
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Der Sentakuhanga.

30, 60, 90 vs. 0.
Wenn man neu in einem fremden Land wohnt, kann manches, was zu Hause selbstverständlich war anfangs ziemlich ungewöhnlich oder ungewohnt sein. Mein Lieblingsthema 2012 war das Wäschewaschen und bis heute habe ich mich noch nicht 100%ig daran gewöhnt. Wieso? Andere Länder, andere Waschgewohnheiten.

In Deutschland benutzt man Frontlader, in Japan Toplader. Hier wäscht man überwiegend mit kaltem Wasser, im alten Westen mit warmen. 30, 60, 90 Grad gibt es nicht. Zudem wäscht man(n) hier tendenziell alles zusammen, da man – auf die Woche gesehen – häufiger wäscht. Dazu kommt die kurze Laufzeit der Waschmaschine im Standardprogramm (circa 35 Minuten).

Getrocknet wird die Wäsche auf dem Balkon oder vor dem Fenster. Wäschekeller oder Dachböden zum Wäschetrocknen gibt es natürlich auch nicht. Manche Japaner waschen ihre Wäsche mit bereits benutztem Badewasser, wodurch jede Waschmaschine einen extra Schlauch für die Badewanne hat. Das finde ich aber sehr unhygienisch. Auch wenn man dem Wasser natürlich Chemikalien zu führen kann, die das Wasser für den Waschvorgang geeignet machen.

Da die Balkone natürlich auch sehr klein sind, hat sich irgendein findiger Japaner “Wäschehänger” ausgedacht. An diesem “Sentakuhanga” sind die Wascheklämmern schon befestigt, sodass man platzsparend relativ viele Kleidungsstücke oder Handtücher anklammern kann. Und falls das Wetter doch nicht mehr mitspielt, kann man den Sentakuhanga einfach schnell in die Wohnung hängen. Praktisch, aber anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, da man einfach nicht soviel auf einmal waschen bzw. hängen kann.

Aber wir haben uns angefreudet, die japanische Wäschepraxis und ich.

Washing Day

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Sommerhitze ade.

Kamakura für Anfänger.
Da die Hitze in Tokio während des Sommers wirklich drückend ist, hatten eine Bekannte und ich beschlossen dieser für einen Tag zu entfliehen und nach Enoshima ans Meer zu fahren. Von Shimokitazawa aus kann man günstig mit der Odakyu Line fahren und ist nach guten 1 1/2 Stunden am Meer bzw. am Bahnhof Katase-Enoshima. Dort gibt es eine schöne Insel mit Leuchtturm und einen Badestrand. Allerdings war das Wetter heute einfach zu schlecht, um nur am Meer zu liegen. Darum sind wir direkt nach unserer Ankunft im Platzregen weiter nach Kamakura gefahren. Meine Bekannte lebt schon seit sechs Jahren in Japan, war aber vorher noch nie in Kamakura. Unglaublich! Ich war jetzt schon zum vierten oder fünften Mal dort.

Zum Glück klärte sich das Wetter wieder auf, sodass wir zunächst in Hase (den Daibutsu (den großen Buddha) – von Innen und Außen – besichtigen und dann doch noch einige Zeit am Strand (Yuigahama Beach) verbringen konnten. Danach haben wir noch den Tsurugaoka Hachimangu Schrein besichtigt, der der wichtigste Schrein in Kamakura ist. Zum Abschluss sind wir noch etwas durch die Gegend um den Bahnhof gebummelt und haben uns bei Kuchen und Pancakes vom anstrengenden Tag erholt! (^o-)

Da H. natürlich nicht frei hatte, gab es für ihn ein Mitbringsel: knusprige Butterkekse in Form einer Taube (Hato Sabure). Diese Kekse sind eine bekannte Spezialität aus Kamakura und in der Meiji-Zeit (1868–1912) erfunden worden.

Ein wirklicher Kurztrip nach Kamakura, aber es hat sich auch für ein paar Stunden gelohnt. Und ich war nicht zum ersten und bestimmt nicht zum letzten Mal dort!!