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Tokio im Schnee.

Oder: Nichts geht mehr.
Wenn es schneit in Tokio, dann geht an vielen Stellen nichts mehr. Autos fahren sich mit ihren Sommerreifen fest, Züge werden eingestellt oder fahren stark verspätet. Da der Schnee schon viele Tage vorher angekündigt worden war, hatte ich zumindest das Glück die richtigen Schuhe gewählt zu haben: Regenstiefel! Dennoch trugen viele Businessladys morgens hochhackige Schuhe (Fashion or die).

Als es dann mittags anfing zu schneien, war ich arbeitsbedingt schlappe zwei Stunden von zu Hause entfernt. Die Heimfahrt bis zum Shibuya Bahnhof (mein Umsteigebahnhof) war noch einigermaßen okay, aber was mich und viele andere Pendler dann erwartete, habe ich so noch nicht erlebt. Die Inokashira Linie hatte zur Fahrgastsicherheit die Bahnsteige abgesperrt bzw. ließ alle Fahrgäste nur noch nach und nach auf die Bahnsteige. Dadurch entstand ein sehr, sehr, sehr, sehr langer Rückstau. Rien ne va plus – nichts ging mehr. Ich habe über eine Stunde gebraucht, um überhaupt nur in die Nähe eines Zuges zu kommen. Dennoch: Eine absolut richtige Entscheidung von der Keio Bahngesellschaft, denn sonst hätte es sicherlich Verletzte gegeben. Die Plätze in den eintreffenden Zügen waren nämlich stark umkämpft. Schlimmer als in der Rushhour.

In meinem Zielbahnhof Higashi-Matsubara war die Welt dann wieder in Ordnung. Winter Wonderland!

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Zugfahren im Schnee.

Wie ein paar weiße Flocken Tokio lahmlegen.
Wieder einmal hat es diese Woche in Tokio ungewöhnlich stark geschneit. Zwar nicht so heftig wie vor zwei Jahren, aber immerhin heftig genug, um den Zugverkehr fast lahmzulegen. Dieses Mal ereignete sich der Schneefall auf einem Montag, sodass viele Pendler unterwegs waren. So auch ich.

Um überhaupt zum Gleis zu kommen, musste man schon Schlange stehen. Und das nicht nur in den großen Bahnhöfen wie Shibuya (100 Meter Schlange bis zur Ticketschranke), sondern auch in den kleineren Bahnhöfen. Anschließend waren die ankommenden Züge so voll, dass ich erst gar nicht in den Zug gekommen bin. Es hat vier oder fünf Züge gedauert, bis ich mich mit einer kleinen Gruppe von Menschen in den Zug quetschen konnte. Im Zug selbst war es dann die Hölle. Wenn die normale Rush Hour schon schlimm ist, so war diese Zugfahrt absolut nicht zu übertreffen. Umfallen unmöglich. Arme heben auch. Aber ich habe es überlebt.

Natürlich blieb der Schnee nicht lange liegen, aber dort wo er aufgetürmt wurde, schon. So auch in Tama Plaza, wo der Schnee sogar vorschriftsmäßig vor den Passanten abgesperrt wurde. Goldig.